9 Tage

Aktualisiert: Sept 11


Tag 9…

Wir sind zuhause.

Das Leben in Zahlen bedeutet,

– dass wir jeden Tag zusammen gerechnet etwa 1000 Küsse mehr verschenken als noch vor 10 Tagen

– dass es Caleb von 2770 auf 3250g geschafft hat, was rein statistisch und unter diesen Umständen eigentlich ausgeschlossen schien

– dass er ab und an in 20 Minuten sein Fläschchen leert, statt in den angekündigten mindestens 60 bis 90 Minuten, was die Statistik erneut aushebelt

– dass man sich mit einer Milchpumpe nicht umso besser anfreundet, je öfter man sie benutzt

– dass, wenn er so weiter trinkt, seinen ersten OP-Termin im Dezember wird einhalten können

– dass er etwa 100 x am Tag breit grinst

– dass seine knapp 90 cm große Schwester mindestens 4 x am Tag begehrt, ihren kleinen Bruder zu halten… ALLEINE!!!!!… mit Sandkistenhänden

– dass wir 76 Seiten Anträge ausgefüllt haben, um meine Krankenkasse zu überzeugen, ihn zu bezahlbaren Konditionen zu versichern und mit zu tragen, was noch alles auf ihn zukommt… Ausgang offen. Was rein menschlich betrachtet auf jeder Formularseite ein Schlag in die Magengrube ist und mit allem zu tun hat… außer mit Gleichstellung.

Und dass ich nun endgültig verstehe, warum es tatsächlich ein Dorf braucht, um ein Kind groß zu ziehen.

Allmählich gelangt unsere/eure Bäckerei aus den stürmischen Wogen wieder in ruhigere Gewässer, auch wenn sie noch für lange Zeit nicht so vertraut sein werden, wie wir es einmal kannten.

Aber nach allem, was war, fühlt sich das, was jetzt ist, an wie ein einziger stiller, manchmal lauter, in jedem Fall völlig unverhoffter Glücksmoment.



DANKE für eure einfach wundervollen Geschenke, in denen so viel Liebe, so viele umarmende Gedanken stecken! Sie sind Schätze in Calebs und in meinem Herzen!


* Caleb: Der Name stammt aus dem Hebräischen und taucht auf als einer der 10 Kundschafter Mose, um herauszufinden, ob es sicher genug war, die Wüste zu durchqueren. Nur 2 von 10, nämlich Caleb und Josua, ließen sich von all den Hindernissen nicht beirren und glaubten fest daran, dass sie die Aufgabe, für die sie ausersehen waren, auch tatsächlich bewältigen könnten.

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