• Katinka Reichelt

GF: So bleibt alles frisch!



Wie bewahrst Du Deine glutenfreien Backwaren auf, damit sie frisch und die Nährstoffe erhalten bleiben ? Wie backst Du sie auf, um das wahre "frisch-gebacken-Gefühl" zu genießen?


Es gibt ein paar Tricks, die man unbedingt kennen sollte. Nach meiner Erfahrung ist das richtige Handling nach dem Backen sogar genauso wichtig wie die richtigen Zutaten davor. Dass es vielen Menschen so schwer fällt, sich an eine glutenfreie Ernährung zu gewöhnen, liegt glaube ich daran, dass sie die No-Goes (noch) nicht kennen. Ein No-Go ist zum Beispiel, zumindest konservierte, glutenfreie Brote und Brötchen (ich nenn sie immer Dauerbrote) nicht ungewärmt aus der Verpackung zu essen!!! Denn das verdirbt Dir garantiert den Appetit.

Hier kommen meine TIPPS, wie Du Deine frischen, glutenfreien Schätze am besten behandelst!

Unsere immer frisch gebackenen Produkte kannst Du so, wie sie bei Dir ankommen, in ihren Tüten einfrieren – auch, wenn Du vorher schon Teile entnommen hast. Dann am besten mit einem Küchenclip verschließen.


Anschaffungen, die sich lohnen


Glutenfrei zu essen, ist – zumindest bei Zöliakie und Glutenintoleranz – keine vorübergehende , sondern eine dauerhafte Entscheidung. Insofern lohnt sich ein Investment in zwei bis drei Dinge, die Deine Gesundheit schützen und die Lust auf Deine neue Ernährung vervielfachen können:


1. ein eigener Toaster, um Kontamination mit anderen Mehlen zu vermeiden, ist ein Must have. Du kannst ihn für Brote und Brötchen verwenden, sowohl bei gekühlten als auch bei TK-Produkten.

2. Eine Brotschneidemaschine, um Dein Brot in die für Dich genau richtige Stärke zu schneiden. Eine zeit- und kraftsparende Alternative zum guten, alten Brotmesser – vor allem, wenn Du Sonderangebote nutzt und viel Brot auf Vorrat einfrierst. Also gleich, wenn Du Dein frisch gebackenes Brot bekommst, aufschneiden und, wenn Du magst, auch portionieren! Und danach gleich alles, was Du nicht am ersten Tag verbrauchst, einfrieren!



3. Eine Heißluftfritteuse, auch Airfryer genannt, in der Du Deine (TK)-Brötchen, -Croissants oder -Brownies im Handumdrehen aufbacken kannst (neben vielen anderen Kochmöglichkeiten). Die Küchenchefs der Hotels und Restaurants, die wir beliefern, schwören auf diese Möglichkeit, u. a. deshalb, weil sie die TK-Produkte vorher nicht auftauen müssen. Tiefgekühlte Brötchen werden darin unaufgetaut für ca. 4 Minuten bei 180°C gebacken. Danach noch etwa 2 Minuten im geschlossenen Gerät lassen. Probier aus, was Deine bevorzugte Konsistenz ist! Auch Blätterteiggebäcke wie alle Arten von Croissants und Brownies schmecken damit wie frisch aus dem Bäckereiofen.


Die Alternative, die ich selbst nutze: Brötchen bzw. Gebäck bei Zimmertemperatur auftauen lassen, danach für 4-5 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze oder Umluft) backen. Achtung: Wenn Du sie unaufgetaut in den Backofen schiebst, läufst Du Gefahr, dass deine Gebäcke außen kross und dunkel, aber innen noch hart und nicht ganz getaut sind!

Eine erheblich schnellere Auftau-Alternative dazu ist die Mikrowelle. Brötchen oder Croissants von jeder Seite 45 Sekunden erhitzen und anschließend für 3-4 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen legen.


Und was ist mit Keksen?

Da haben wir für maximale und langhaltige Frische die allerbesten Erfahrungen mit den klassischen Keksdosen aus Metall gemacht… so wie unsere Großmütter sie schon benutzten. In solchen Dosen halten meine Kekse locker 4 Wochen und übertrumpfen das gegebene MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) von 6 bis 10 Tagen locker. Die Dose vorher mit einem Backpapier auslegen. Natürlich kannst Du unsere Kekse auch in der Verpackung einfrieren (s. o.) und dann, wenn Du sie brauchst, einfach bei Zimmertemperatur auftauen. Unsere Kuchen kannst du 6 Tage im Kühlschrank aufbewahren, nach Anschnitt noch etwa 3 Tage, weil sie dann langsam trocken werden. Ansonsten ebenfalls einfrieren, bis Du Deinen Kuchen essen möchtest.

Die Pizzaböden auf jeden Fall einfrieren, wenn Du sei nicht am selben Tag verbrauchst! Die Regel ist: Je größer die Oberfläche, um so mehr Angriffsfläche für Schimmelsporen – denn all unsere Backwaren sind Naturprodukte, enthalten lebendige Hefe und außerdem arbeiten wir ohne Konservierungsstoffe. Pizzaböden bleiben im TK-Schrank viel schöner in der Teigkonsistenz und trocknen nicht aus. Du kannst sie gleich nach der Entnahme aus dem TK belegen und backen. Ich mische mir immer etwas Olivenöl mit frischem Knoblauch und streiche den Pizzaboden mit einem Backpinsel dünn (!) damit ein; erst anschließend kommt der Belag drauf … einfach köstlich!





Kein unnötiger Stress


Ja, die Produkte sind im Kühlschrank 6 Tage nach Herstellung haltbar. Aber wirklich nur im Kühlschrank – nicht in der kühlen Speisekammer und auch nicht im Keller, wo es vielleicht schön kühl, aber eben nicht kühl genug ist! Die Temperaturen während des Transportes können wir nicht kontrollieren, die Dauer des Transports in diesen Corona-Zeiten mit den Massen von Online-Bestellungen leider auch nicht.

Wir selbst frieren alles, was wir nicht aufgebraucht haben, nach 3 Tagen ein – aber wir haben auch keine Transportwege!


Abgesehen davon, dass Einfrieren die Nährstoffe in Deinen Produkten am besten schützt, ersparst Du Dir im wahrsten Sinne des Wortes jegliches Verderben.

Wie bei allen anderen Produkten auch, gilt hier ebenfalls die Regel: Ein Produkt, das eingefroren wurde, gehört nicht noch einmal in den TK, weil sich evt. zu viele Bakterien gebildet haben.


Beispiel Brot: Den ganzen Laib einzufrieren, bedeutet, dass Du ihn auch im Ganzen auftauen musst, um das Brot zu schneiden – und danach solltest Du es nicht noch einmal in den Tiefkühler, sondern stattdessen in den Kühlschrank legen. Entsprechend schnell muss es dann verbraucht werden.

Eingefroren sind unsere Produkte mindestens 6 Monate haltbar.


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